Prepaid-Karten


Keine grobe Fahrlässigkeit bei Spoofing

Eine Arbeitnehmerin muss nicht für einen durch sogenanntes Spoofing entstandenen Schaden haften, obwohl sie gegen Weisungen ihres Arbeitgebers verstoßen hat. Das hat das Landesarbeitsgericht Düsseldorf entschieden (LAG Düsseldorf, Urteil vom 29.08.2017, Az.: 14 Sa 334/17). Mittlerweile gibt es einige Methoden, um an sensible Daten wie Passwörter oder Kontoverbindungen zu gelangen. Beim sogenannten Phishing z.B. versenden Kriminelle massenhaft E-Mails, die von einem anderen, den Empfängern bekannten Absendern zu sein scheinen. In diesen E-Mails wird meistens zur Eingabe bestimmter Daten aufgefordert, um an Kontodaten oder TAN-Nummern heranzukommen.

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EGMR entscheidet zum Kauf von Prepaid-Karten

Das Bundesverfassungsgericht hatte im Jahr 2012 entschieden, dass es kein aus dem Grundgesetz folgendes absolutes Recht auf geheime Kommunikation gibt. Zugleich hatten die Richter damals bestätigt, dass Bestandsdaten grundsätzlich gespeichert werden dürfen. Nun muss der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg über den gleichen Fall entscheiden. Nach § 111 TKG sind vAnbieter von Telekommunikationsdiensten zur Speicherung bestimmter Daten verpflichtet. Seit einer Erweiterung der Vorschrift im Jahr 2004 können insbesondere sogenannte Prepaid-Karten nur gegen Nennung des Namens, der Anschrift und des Geburtsdatums erworben werden. Diese Vorgabe soll nun verschärft werden: Prepaid-Karten sollen nur noch gegen die Vorlage eines amtlichen Ausweises gekauft werden können. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass beim Kauf einfach falsche Angaben gemacht werden.

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