eBay


Richtige Bewertung als vertragliche Nebenpflicht

Die falsche Bewertung einer eBay-Transaktion stellt eine Verletzung von vertraglichen Nebenpflichten aus dem Kaufvertrag dar und führt zu einem Löschanspruch. Das hat das Amtsgericht München kürzlich entschieden (AG München Urteil vom 24.05.2017, Az.: 142 C 12436/16). Ein Anbieter auf eBay hatte einen „Burmester 808 MK 3 Vollausstattung im Best/Neu- Zustand, keine 100 Betriebsstunden“ (Verstärker) zum Verkauf angeboten. Weiterhin gab er an, dass die Ware in der Originalverpackung geliefert wird. Der Verstärker wurde von einem anderen eBay-Nutzer zum Preis von 7.500,00 EUR gekauft.

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BGH entscheidet zur Geltung von eBay-AGB

05. Mai 2017 Schlagwörter: , , , ,

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass bei widersprüchlichen Erklärungen, die ein Teilnehmer einer Verkaufsauktion auf eBay macht, die eBay-AGB grundsätzlich zur ergänzenden Auslegung herangezogen werden können. Dies gilt jedoch nicht, wenn sich einer der Teilnehmer erkennbar in bestimmter Hinsicht von diesen distanziert (BGH Urteil vom 15.02.2017, Az.: VIII ZR 59/16). Hintergrund der Entscheidung ist die Klage eines eBay-Käufers wegen eines E-Bikes. Der Verkäufer hatte unter Nutzung der Festpreis-Funktion „Sofort-Kaufen“ ein E-Bike zum Preis von 100,00 EUR und Versandkosten in Höhe von 39,90 EUR angeboten.

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BGH entscheidet in 2 eBay-Fällen

25. August 2016 Schlagwörter: , , ,

Der Bundesgerichtshof traf am 24.08.2016 gleich 2 Urteile zu rechtsmissbräuchlichem Verhalten auf der Internetverkaufsplattform eBay. Ein Urteil beschäftigt sich mit sogenannten „Abbruchjägern“, die gezielt nach günstigen Angeboten suchen, mitbieten und bei Abbruch der Auktion auf Schadensersatz klagen (BGH Urteil vom 24.08.2016, Az.: VIII ZR 182/15). Die andere Entscheidung dreht sich um sogenanntes „Shill Bidding“, bei dem ein Verkäufer selbst mit einem zweiten Konto mitbietet und den Preis in die Höhe treibt (BGH Urteil vom 24.08.2016, Az.: VIII ZR 100/15). Beide Vorgehensweisen sind nach Ansicht der Richter in Karlsruhe rechtsmissbräuchlich.

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„Abbruchjäger“ bei eBay haben wohl das Nachsehen

15. Juli 2016 Schlagwörter: , ,

Der Bundesgerichtshof hat beschäftigt sich derzeit mit sogenannten „Abbruchjägern“ auf eBay und ließ erkennen, dass er diese Art des Bietens auf der Internetverkaufsplattform wohl als rechtsmissbräuchlich ansieht. „Abbruchjäger“ halten Ausschau nach eBay-Auktionen mit hochwertigen Angeboten mit einem niedrigen Startgebot. Hierbei handelt es sich meistens sogar um Angebote mit einem Startgebot von nur einem Euro. Die „Abbruchjäger“ nehmen an der Auktion teil und machen ein möglichst niedriges Höchstgebot.

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Verkaufen im Internet: Privatanbieter oder Unternehmer?

05. Juni 2015 Schlagwörter: , , ,

Wer bei eBay, Dawanda und anderen Internetverkaufsplattformen verkaufen möchte, muss sich zuerst darüber im Klaren sein, ob er als Verbraucher oder Unternehmer auftritt. Die Unterscheidung ist wichtig, da sie mit verschiedenen rechtlichen Konsequenzen verbunden ist. Unternehmer sind z.B. gesetzlich zur Einräumung eines Widerrufsrechts und zur Gewährleistung im Falle eines Mangels verpflichtet. Privatanbieter treffen diese Pflichten nicht. Aber worauf kommt es bei der Unterscheidung eigentlich an?

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